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Under Grain Malta

CLEAR FOCUS - Under Grain ist ein Restaurant, das sich bewusst unter der Oberfläche bewegt. Versteckt im historischen Kern von Valletta entfaltet sich hier ein kulinarischer Rückzugsort, der Intimität und Raffinesse miteinander verbindet. Schon beim Betreten entsteht das Gefühl, einen Raum zu betreten, der Ruhe ausstrahlt und gleichzeitig Spannung erzeugt. Under Grain fühlt sich nicht wie ein klassisches Dinner an, sondern wie ein kuratiertes Erlebnis, das sich ruhig und präzise entwickelt. 

Under Grain - Das Restaurantkonzept 


Das Konzept von Under Grain basiert auf einer sehr klaren, fast architektonischen Idee von Fine Dining. Hier wird Gastronomie nicht als Abfolge einzelner Gerichte verstanden, sondern als zusammenhängendes Gesamterlebnis. Jeder Bestandteil des Abends folgt einer übergeordneten Haltung: Präzision, Reduktion und bewusstes Erleben. Under Grain konzentriert sich darauf, Qualität nicht durch Komplexität zu zeigen, sondern durch Klarheit. Die Küche orientiert sich stark an saisonalen Produkten und einer modernen europäischen Handschrift, bleibt dabei jedoch fest in mediterranen Einflüssen verwurzelt. Zutaten werden nicht überinszeniert oder unnötig verändert. Stattdessen arbeitet das Restaurant mit dem Gedanken, das Produkt in seiner besten, konzentriertesten Form zu zeigen. Diese Reduktion wirkt nicht minimalistisch im Sinne von Verzicht, sondern wie ein bewusstes Herausarbeiten von Essenz und Geschmack. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Dramaturgie des Abends. 

Das Menü wird als kuratierte Reise aufgebaut, bei der Tempo, Reihenfolge und Portionsgröße bewusst gestaltet sind. Under Grain setzt dabei auf ein Dining-Erlebnis, das Zeit zulässt. Gäste werden nicht durch den Abend geführt, sondern begleitet. Service und Küche greifen ineinander und schaffen eine ruhige, kontinuierliche Entwicklung des Erlebnisses. Auch die räumliche Gestaltung unterstützt diese Idee. Die unterirdische Lage erzeugt ein Gefühl von Rückzug und Konzentration. Der Raum fungiert nicht nur als Kulisse, sondern als Teil des Konzepts. Er reduziert äußere Reize und lenkt den Fokus auf Geschmack, Gespräch und Wahrnehmung. In einer Zeit, in der viele Restaurants auf Sichtbarkeit und Dynamik setzen, wirkt dieser Ansatz fast bewusst introspektiv.  

Under Grain - Die Küche 


Die Küche von Under Grain folgt einer sehr präzisen, fast analytischen Herangehensweise an Geschmack und Komposition. Der Stil basiert auf klassischer europäischer Kochkunst, wird jedoch bewusst modern interpretiert. Traditionelle Techniken bilden das Fundament, während zeitgemäße Einflüsse für Leichtigkeit und Klarheit sorgen. Die Gerichte wirken strukturiert, aber nie starr. Sie zeigen ein feines Gleichgewicht zwischen Innovation und Respekt vor kulinarischen Ursprüngen. 

Im Mittelpunkt steht die Produktqualität. Zutaten werden sorgfältig ausgewählt und bewusst reduziert verarbeitet, um ihren natürlichen Charakter hervorzuheben. Aromen werden Schicht für Schicht aufgebaut, ohne dabei an Transparenz zu verlieren. Die Küche arbeitet mit feinen Kontrasten, sowohl geschmacklich als auch textural. Warme und frische Komponenten, weiche und knusprige Elemente greifen kontrolliert ineinander und erzeugen eine ruhige, aber spürbare Spannung auf dem Teller. Auffällig ist die Konsequenz, mit der das kulinarische Konzept umgesetzt wird. 

Die Gerichte sind nicht darauf ausgelegt, visuell zu dominieren oder Effekte zu erzeugen. Stattdessen entsteht ihre Wirkung durch Präzision, Balance und handwerkliche Tiefe. Jeder Teller wirkt wie das Ergebnis eines durchdachten Prozesses, bei dem Technik nie Selbstzweck ist, sondern Werkzeug zur Verfeinerung von Geschmack. Die Küche verfolgt eine klare Dramaturgie über das gesamte Menü hinweg. Gänge bauen logisch aufeinander auf und schaffen einen harmonischen Spannungsbogen. Under Grain setzt dabei auf ein Dining-Erlebnis, das sich langsam entfaltet. Die Küche zwingt den Gast nicht zur Aufmerksamkeit, sondern lädt dazu ein, sich bewusst auf Details einzulassen. Genau diese ruhige, selbstbewusste Herangehensweise macht die kulinarische Handschrift so charakteristisch.

Under Grain - Das Menü 


Das Menü bei Under Grain ist präzise komponiert und folgt einer klaren, kuratierten Logik. Jeder Gang ist sorgfältig durchdacht, sodass Textur, Temperatur und Geschmack in einem harmonischen Fluss zueinander stehen. Die Küche arbeitet mit saisonalen, hochwertigen Zutaten, die bewusst reduziert und transparent verarbeitet werden – keine unnötigen Effekte, kein Überladen. Die Gerichte bewegen sich zwischen mediterraner Leichtigkeit und klassischer europäischer Technik, ergänzt durch dezente, moderne Akzente. Die Aromen werden Schicht für Schicht aufgebaut, sodass jeder Biss eine feine Balance aus Klarheit und Tiefe bietet. 

Das Menü ist nicht nur Nahrung, sondern eine choreografierte Erfahrung: Gänge, die sich teilen lassen, Rhythmus und Timing, die den Abend gestalten, und ein Gesamterlebnis, das sowohl intim als auch konzentriert bleibt. Es ist ein Menü, das Aufmerksamkeit belohnt: Wer sich Zeit nimmt, schmeckt die handwerkliche Präzision und das stille Selbstbewusstsein hinter jedem Teller. Sharing-Elemente sind bewusst integriert, sodass der Abend sowohl für Gespräche als auch für stille Momente funktioniert. 

Under Grain - Atmosphäre 


Die Atmosphäre bei Under Grain ist eng mit der Architektur des Ortes verbunden. Das Restaurant liegt unterirdisch im historischen Kern von Valletta, was einen natürlichen Rückzugsraum schafft. Der Raum wirkt bewusst intim, gleichzeitig großzügig proportioniert, mit klaren Linien, warmen Materialien und einem Lichtkonzept, das die Stimmung des Abends sanft moduliert. 

Die Einrichtung ist reduziert, modern und elegant. Natürliche Oberflächen, gedämpfte Farbtöne und ausgewählte Designelemente lassen die Architektur sprechen, ohne vom Erlebnis abzulenken. Alles ist auf Ruhe, Konzentration und Präsenz ausgelegt. Die Gestaltung lenkt den Fokus auf den Tisch, das Essen und die Interaktion zwischen Gästen, ohne künstliche Inszenierungen. Besonders die Lichtführung prägt die Stimmung: Tagsüber wirkt der Raum offen und klar, am Abend entwickelt er eine fast meditative Intensität. Geräusche, Bewegung und Service verschmelzen zu einem gleichmäßigen Rhythmus, der sowohl Energie als auch Gelassenheit vermittelt. Die Atmosphäre fühlt sich persönlich an, aber nie überfrachtet – ein Raum, in dem man den Moment wirklich wahrnehmen kann.
 

Fernandõ Gastrotheque Malta

UNIQUE CONCEPT - Fernandõ Gastrotheque ist ein Ort, der sofort eine andere Energie vermittelt. Weniger formell, dafür lebendig, offen und gleichzeitig bewusst gestaltet. Schon beim Ankommen spürt man, dass hier Genuss nicht inszeniert, sondern gelebt wird. Das Restaurant verbindet eine urbane Leichtigkeit mit einer spürbaren Liebe zu Detail und Atmosphäre. Fernandõ fühlt sich nicht wie ein klassisches Dinner an, sondern wie ein Abend, der sich natürlich entfaltet – sozial, entspannt und gleichzeitig kuratiert. 

Fernandõ Gastrotheque - Das Konzept 


Fernandõ Gastrotheque versteht sich weniger als klassisches Restaurant, sondern vielmehr als moderner Treffpunkt für bewusstes, gemeinschaftliches Genießen. Das Konzept basiert auf der Idee, Gastronomie als sozialen Raum zu denken. Essen wird hier nicht isoliert betrachtet, sondern als verbindendes Element zwischen Menschen, Atmosphäre und Kultur. Die Gastrotheque-Idee spiegelt genau diese Offenheit wider: eine Mischung aus kulinarischer Kreativität, urbaner Energie und entspannter Zugänglichkeit. Im Mittelpunkt steht das Sharing-Prinzip. Gerichte werden bewusst so konzipiert, dass sie gemeinsam entdeckt werden können. Dieses Konzept verändert die Dynamik am Tisch spürbar. Der Abend entwickelt sich organischer, Gespräche entstehen natürlicher und das Essen wird Teil eines gemeinsamen Erlebnisses. 

Fernandõ schafft damit eine moderne Interpretation mediterraner Esskultur, bei der Genuss traditionell stark mit Gemeinschaft verbunden ist. Gleichzeitig verfolgt das Restaurant eine klare kuratorische Linie. Die Küche kombiniert saisonale, hochwertige Zutaten mit internationalen Einflüssen und einer experimentellen, aber kontrollierten Kreativität. Trends werden nicht kopiert, sondern subtil integriert. Das Ergebnis wirkt lebendig und zeitgemäß, ohne an Authentizität zu verlieren. Fernandõ bewegt sich bewusst zwischen Casual Dining und anspruchsvoller Gastronomie. Stilvoll, aber nicht elitär. Anspruchsvoll, aber zugänglich. Auch die Atmosphäre ist Teil dieses Konzepts. Musik, Licht, Raumgestaltung und Service greifen ineinander und erzeugen eine Umgebung, die sich dynamisch entwickelt. 

Tagsüber wirkt das Restaurant offen und entspannt, während es am Abend eine spürbare, fast pulsierende Energie annimmt. Fernandõ schafft es, diesen Übergang fließend zu gestalten und dadurch verschiedene Stimmungen innerhalb eines Ortes zu vereinen. Besonders bemerkenswert ist die Haltung hinter dem Konzept. Fernandõ möchte nicht nur bewirten, sondern Begegnungen ermöglichen. Das Restaurant versteht Genuss als Erlebnis, das Zeit, Austausch und Atmosphäre benötigt. In einer schnelllebigen Gastronomieszene wirkt dieser Ansatz bewusst entschleunigt, ohne an Lebendigkeit zu verlieren. Genau diese Balance macht das Konzept so zeitgemäß und nachhaltig im Eindruck. 

Fernandõ Gastrotheque - Die Atmosphäre 


Die Atmosphäre bei Fernandõ Gastrotheque lebt von einer spürbaren Mischung aus urbaner Lebendigkeit und warmer Offenheit. Der Raum wirkt einladend, ohne inszeniert zu sein. Gespräche, Musik und Bewegung verschmelzen zu einer dynamischen, aber angenehmen Geräuschkulisse, die sofort das Gefühl vermittelt, Teil eines lebendigen Treffpunkts zu sein. Fernandõ fühlt sich weniger wie ein klassisches Restaurant an, sondern eher wie ein Ort, an dem Menschen bewusst zusammenkommen, um Zeit miteinander zu verbringen. 

Besonders am Abend entwickelt sich eine fast magnetische Stimmung. Das Licht wird weicher, die Energie im Raum intensiver, ohne jemals hektisch zu wirken. Service und Ambiente greifen harmonisch ineinander und schaffen eine Umgebung, die gleichzeitig stilvoll und entspannt bleibt. Man merkt schnell, dass hier niemand gedrängt wird. Der Abend darf sich entfalten, Gespräche dürfen länger dauern, der Moment bekommt Raum. Genau diese Mischung aus sozialer Dynamik und entspannter Eleganz macht die Atmosphäre von Fernandõ so besonders.

Fernandõ Gastrotheque - Die Küche & das Küchenteam 


Das Küchenteam von Fernandõ arbeitet mit einer spürbaren Mischung aus Struktur und kreativer Offenheit. Man merkt schnell, dass hier nicht nach festen Routinen gekocht wird, sondern mit einem lebendigen Verständnis für Aromen, Kombinationen und saisonale Dynamik. Die Küche wirkt aufmerksam, fast neugierig. Traditionelle mediterrane Grundlagen werden nicht einfach reproduziert, sondern weitergedacht und modern interpretiert. Der Küchenchef führt das Team mit einer Handschrift, die Balance in den Mittelpunkt stellt. Die Gerichte zeigen Mut zu Kontrasten, bleiben dabei jedoch harmonisch und zugänglich. 

Besonders auffällig ist die Präzision, mit der Texturen eingesetzt werden. Knackige, cremige oder überraschend leichte Elemente greifen bewusst ineinander und erzeugen eine Spannung, die sich durch das gesamte Menü zieht. Das Team arbeitet konzentriert, aber mit einer Leichtigkeit, die sich unmittelbar auf das Erlebnis überträgt. Man spürt eine Freude am Experimentieren, ohne dass das Ergebnis beliebig wirkt. Jeder Teller erzählt von Zusammenarbeit, handwerklicher Sorgfalt und einem klaren Gespür für Geschmack. 

Fernandõ Gastrotheque - Das Menü 


Das Menü bei Fernandõ ist vielseitig, dynamisch und bewusst kommunikativ aufgebaut. Statt klassischer Menüstruktur steht hier das Sharing-Prinzip im Vordergrund. Die Gerichte laden dazu ein, gemeinsam entdeckt zu werden, wodurch der Abend automatisch interaktiver und lebendiger wird. Kulinarisch bewegt sich das Menü zwischen mediterraner Leichtigkeit und internationaler Inspiration. Frische Zutaten bilden die Grundlage, werden jedoch mit überraschenden Gewürzen, modernen Techniken oder ungewöhnlichen Kombinationen ergänzt. Dadurch entsteht eine Küche, die vertraut wirkt und gleichzeitig neugierig macht. Besonders spannend ist die Vielfalt der Geschmacksbilder. 

Einige Gerichte setzen auf Frische und Klarheit, andere auf Tiefe und Würze. Texturen spielen eine zentrale Rolle und verleihen jedem Gang eine eigene Dynamik. Das Menü wirkt dadurch flexibel und lebendig, ohne seine Linie zu verlieren. Fernandõ schafft es, Genuss gesellig zu inszenieren. Das Essen wird zum Mittelpunkt des Tisches, aber nie zum alleinigen Fokus. Gespräche entstehen, Gerichte werden geteilt, Eindrücke ausgetauscht. Genau diese Offenheit macht das Menü zu einem Erlebnis, das über den Teller hinausgeht.

Elven Restaurant Vilnius

SLOW START - Vilnius besitzt diese besondere Mischung aus Melancholie und Aufbruch, eine Stadt, die architektonisch zwischen Geschichte und Gegenwart schwebt und dabei erstaunlich ruhig bleibt. Inmitten dieser zurückhaltenden Kulisse befindet sich das Elven, ein Restaurant, das sich wie ein kleiner Ruhepol anfühlt. Nicht aufgesetzt, nicht überinszeniert, sondern wie ein Ort, der dich sofort in ein langsameres Tempo zieht. Beim Ankommen nimmt man zuerst die Stille wahr. Dann das sanfte Licht, das sich über helle Flächen legt, und schließlich die Wärme, die aus einer sehr bewussten, aber unprätentiösen Gestaltung entsteht. Das Elven wirkt wie ein Raum, der Zeit sammelt und sie großzügig weitergibt. Hier beginnt ein Abend nicht mit Erwartung, sondern mit Loslassen. Und gerade das macht den Einstieg so besonders. 

Elven Restaurant - DAS DESIGN 


Das Interieur folgt der Kunst des Reduzierens, ohne je karg zu wirken. Alles ist ruhig, aber voller Subtext. Man spürt sofort, dass der Raum von Menschen gedacht wurde, die Materialität nicht als Funktion, sondern als Emotion begreifen. Helles Holz bildet das Fundament und schafft eine Wärme, die sich sofort auf die eigene Körperhaltung überträgt. Die Oberflächen sind matt, geölt, fühlbar. Eine Einladung, die Hand kurz über die Tischkante gleiten zu lassen. Die Steinflächen wiederum wirken wie eine abstrahierte Landschaft Litauens. Sie haben eine subtile Tiefe, fast wie ein Echo der Natur, das sich im Raum fortsetzt. 

Die Stoffe sind bewusst gewählt: feines Leinen, raue Struktur, klare Falten. Sie bringen eine menschliche Note in die ruhige Geometrie. Und dann das Licht: weich, streifend, ohne harte Schatten. Es schafft dieses nordische Understatement, das nichts dramatisiert, aber alles definiert. Orte wie dieser funktionieren nicht durch Überfluss, sondern durch Haltung. Das Elven zeigt genau das und macht es mit einer Selbstsicherheit die spürbar ist. 

Elven Restaurant - DIE GASTRONOMY WEEK 


Während der Gastronomy Week wird das Elven zu einer Art Erzähler, der regionale Produkte wie Charaktere behandelt, denen man zuhören möchte. Die Gänge sind präzise komponiert, aber nie überintellektualisiert. Sie bewahren die Natürlichkeit der Zutaten und heben gleichzeitig ihre versteckten Nuancen hervor. Der Auftakt ist oft zart: etwas Leichtes, Saisonales, das den Gaumen wach macht, ohne ihn zu überfordern. Eine Wurzel, die mit ihrer erdigen Süße überrascht. Ein Kräuteröl, das an Sommer erinnert, auch wenn draußen der Wind die Straßen leert. 

Die Hauptgänge verbinden diese nordische Klarheit mit einer fast poetischen Tiefe. Fisch, der auf den Punkt gegart ist, begleitet von fermentierten Noten, die Wärme in das Gericht bringen, ohne dominant zu werden. Fleisch, das schmeckt, als hätte man Natur in ihrer reinsten Form kurz angehalten. Zum Abschluss gibt es oft ein Dessert, das die litauische Landschaft abstrahiert: etwas Cremiges, etwas Bitteres, etwas Kaltes. Die Kompositionen wirken nie schwer, sondern wie ein kleines Innehalten vor dem Ende. Das Menü erzählt von Herkunft und Jahreszeit, aber auch von einem modernen Verständnis von Genuss, das nicht überladen muss, um im Gedächtnis zu bleiben.
 

Elven Restaurant - DAS KONZEPT 


Das Elven arbeitet mit einer klaren Überzeugung: dass gute Küche nicht laut sein muss. Dass Design nicht imponieren muss. Dass regionale Zutaten genug Kraft haben, um zeitgenössisch zu wirken. Der Ansatz ist fast philosophisch. Die Küche denkt in Texturen, Herkunft, Handwerk. Nicht im klassischen Sinne von Tradition, sondern mit dem Gedanken, wie man das Bekannte präziser, reiner, zeitgemäßer machen kann. Die Produkte werden nicht verändert, um aufregend zu wirken, sondern um ehrlich zu bleiben. 

Das Team hinter dem Elven hat verstanden, dass Esskultur in Vilnius längst mehr ist als ein Trend. Es ist ein Selbstverständnis, das immer stärker sichtbar wird: eine Verbindung von regionalem Stolz, internationaler Sensibilität und diesem besonderen baltischen Gespür für Ruhe. Das Konzept ist deshalb so stark, weil es nicht versucht, ein Erlebnis zu verkaufen. Es schafft eins. Ein leises, nachhaltiges, in dem jeder Gang, jedes Material und jeder Winkel des Raumes dieselbe Haltung teilt: Klarheit, Bewusstsein, und eine subtile Eleganz, die erst dann auffällt, wenn man sie wirklich fühlt. 

Elven Restaurant - DIE ATMOSPHÄRE 


Die Atmosphäre im Elven trägt eine stille Intensität, die man sonst nur aus gut kuratierten Ateliers kennt. Nichts drängt sich in den Vordergrund, und doch ist alles präsent: das gedämpfte Klirren von Porzellan, ein fast rhythmisches Treiben aus Küche und Service, Stimmen, die sich wie ein sanfter Hintergrundteppich verweben. Der Raum fühlt sich an wie eine langsame Bewegung, in der man selbst unwillkürlich ruhiger wird. Die Luft ist warm, aber klar, durchzogen von feinen Aromen, die sich nie aufdrängen, sondern eher wie ein Hinweis wirken. 

Genau diese Mischung aus Ruhe, Konzentration und natürlicher Eleganz macht den Aufenthalt so besonders. Man sitzt da, nimmt einen Schluck Wasser oder Wein, und merkt, wie man gedanklich plötzlich Platz hat. Das Elven schafft eine Atmosphäre, die nicht gestaltet wirkt, sondern gewachsen. Eine, die bleibt.
 

Restaurant Ertlio Namas Vilnius

SLOW DINNER - Vilnius hat diese Art von Magie, die nicht versucht, dich zu beeindrucken. Die Stadt tut so, als würde sie neben dir herlaufen, während du ihre Altstadt erkundest, und plötzlich stehst du vor einer dieser Türen, die für Außenstehende unsichtbar bleiben. Ertlio Namas liegt genau an so einem Punkt. Bevor du es öffnen kannst, passiert schon etwas: Dein Atem wird ruhiger, die Geräusche der Straße klingen weiter weg, und die Hektik, die du mitgebracht hast, wirkt plötzlich fehl am Platz. Das Restaurant zwingt dich nicht zur Entschleunigung. Es erinnert dich nur daran, dass du sie gebraucht hast. Es fühlt sich an, als würde man in eine andere Zeitlinie treten, ohne nostalgisch zu werden. Wie ein Haus, das noch weiß, was Ruhe bedeutet.  

Ertlio Namas - DAS KONZEPT 


Ertlio Namas in der Altstadt von Vilnius fühlt sich an wie ein Ort, der dich leiser macht, noch bevor du eintrittst. Die schmalen Gassen entschleunigen, und im Inneren öffnet sich ein Raum, der mit Reduktion arbeitet: natürliche Materialien, warmes Licht, Holz und Stein, die ihre Geschichte behalten dürfen. Das Design wirkt nicht kuratiert, sondern gewachsen, fast meditativ. Diese stille Architektur bildet die Grundlage für eine Küche, die sich den gleichen Prinzipien verpflichtet: Zeit, Herkunft, Geduld. Das Menü basiert auf historischen litauischen Rezepturen und alten Techniken wie Fermentation, Räucherung oder Einlegen. Die Teller bleiben minimal, aber tief – Aromen, die Landschaft und Jahreszeit spiegeln, statt Trends hinterherzulaufen. 

Gerade während der Gastronomy Week zeigt das Restaurant, wie stark sein Konzept trägt. Während überall in Vilnius Pop-ups, Experimente und laute Inszenierungen stattfinden, bleibt Ertlio Namas ruhig und präzise. Die Küche fokussiert sich auf regionale Produkte, alte Sorten und Produzenten, die noch traditionell arbeiten. Jede Speise erzählt ein kleines Kapitel über litauische Identität, ohne Folklore zu imitieren. Das Restaurant beweist, dass entschleunigte Kulinarik nicht rückwärtsgewandt ist, sondern eine klare Vision für die Gegenwart und Zukunft hat: weniger Effekte, mehr Substanz. Ein stiller Ort, der lange nachhallt, gerade weil er nichts beweisen will.

Restaurant Ertlio - Gastronomy Week


Während der Gastronomy Week fühlt sich Vilnius an, als würde die Stadt für ein paar Tage tiefer atmen. Man läuft durch die kühlen Straßen, überall hängen Gerüche von Kräutern, Rauch, frisch gebackenem Brot in der Luft, und plötzlich merkt man, wie viel Liebe hier in Essen gesteckt wird. Die Restaurants öffnen ihre Türen ein Stück weiter als sonst, man spürt diese neugierige, offene Energie. Es ist eine Woche, in der man nicht einfach von Menü zu Menü springt, sondern langsam versteht, wie stark die litauische Küche mit ihrem Land verwoben ist. Man probiert Dinge, die man sonst übersehen hätte, und bekommt dieses Gefühl, dass man der Stadt näherkommt, ohne dass sie sich anbiedert. Genau hier entsteht die perfekte Brücke zu Ertlio Namas. 

Während viele Restaurants in der Gastronomy Week etwas lauter werden, bleibt dieses Haus so ruhig und geerdet wie immer. Und vielleicht macht es gerade das so besonders. Wenn man nach einem Tag voller Eindrücke dort eintritt, wirkt es, als würde jemand den Lautstärkeregler runterdrehen. Das Dinner fühlt sich nicht wie ein Programmpunkt an, sondern wie ein Ort, an dem man all das verarbeiten kann, was die Woche mit einem gemacht hat. Die historischen Rezepte, die stillen Aromen, die langsame Küche. Es passt exakt zu dem, was Vilnius in diesen Tagen zeigen will.
 

Ertlio Namas - DAS MENU

Während der Gastronomy Week öffnet Ertlio Namas das Menü wie ein kleines Archiv, das nur für diese Tage zugänglich ist. Das Dinner wirkt wie eine konzentrierte Übersetzung der litauischen Jahreszeit: Wild, das aus nachhaltiger Jagd stammt, Wurzelgemüse, das im Spätsommer seine Süße trägt, fermentierte Beeren, die Säure und Frische einbringen. Oft beginnt der Abend mit etwas scheinbar Einfachem wie hausgemachtem Brot und Butter, die nach Kräutern und Rauch erinnert, gefolgt von warmen, erdigen Suppen oder kleinen Tellern aus eingelegten und geräucherten Zutaten. Dann kommen die Hauptgänge, die das Prinzip der langsamen Küche spürbar machen: lange gegartes Fleisch, klare Fonds, Gemüse, das bewusst pur bleibt, statt effekthascherisch angerichtet zu werden. Jeder Gang hat diese stille Präzision, die nichts erklärt, aber alles fühlbar macht.

Zum Abschluss setzt das Restaurant auf Desserts, die nicht süß im klassischen Sinn sind, sondern aromatisch: Honig aus lokalen Imkereien, getrocknete Früchte, Kräutercremes, manchmal ein Hauch Rauch oder Fermentation. Zusammen ergibt das Dinner eine Art kulinarischen Spaziergang durch die litauische Landschaft, nur konzentrierter, tiefer, unmittelbarer. Es ist ein Menü, das man nicht „probiert“, sondern erlebt, weil es wie ein Zugehörigkeitsgefühl serviert wird. Und gerade während der Gastronomy Week, wenn die Stadt draußen im Festivalmodus pulsiert, wirkt dieses Dinner wie ein ruhiger, warmer Gegenpol, der die Essenz des Landes mit einer Klarheit zeigt, die man sonst selten findet.

Ertlio Namas - DAS DESIGN

Das Design von Ertlio Namas wirkt wie eine stille Einladung, langsamer zu werden. Die Räume sind bewusst reduziert, ohne je kühl zu erscheinen. Natürliche Materialien bestimmen die Atmosphäre: dunkles Holz mit sichtbarer Patina, Stein mit organischen Unebenheiten, Textilien in warmen Erd- und Grautönen. Alles wirkt unaufgeregt, als wäre es einfach gewachsen statt gestaltet worden. Wände in matten, gedeckten Farben fangen das Licht weich ein, während die Einrichtung zwischen handwerklicher Rustikalität und moderner Klarheit balanciert. Nichts schreit nach Aufmerksamkeit; jeder Tisch, jeder Stuhl, jede Fläche strahlt diese ruhige Selbstverständlichkeit aus, die man nur in Räumen findet, die ihre Geschichte nicht verstecken müssen.

Die Beleuchtung trägt entscheidend zur Atmosphäre bei. Gedämpftes, indirektes Licht und kleine Wandlampen schaffen sanfte Zonen, während Kerzen den Tischen eine fast intime Tiefe geben. Die Architektur zeigt ihre historischen Schichten ohne sie zu dramatisieren. Es entsteht ein Gefühl von Zeitlosigkeit, als würde das Haus selbst den Rhythmus des Abends bestimmen. Die Akustik ist weich, das Geschirr schwer, die Gläser schlicht; alles fügt sich in einen Raum, der nicht imponieren will, sondern begleiten. Dieses Design unterstützt das kulinarische Konzept des Hauses: ruhig, präzise und voller Respekt für Herkunft und Handwerk.

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