A LONDON INSTITUTION — Mitten in Fitzrovia, dort wo sich Michelin-Sterne-Adressen ganz selbstverständlich mit kleinen Kaffeeröstereien und unabhängigen Boutiquen abwechseln, liegt eine der ganz besonderen Adressen der Londoner Gastronomieszene: Pied à Terre. Das Restaurant an der Charlotte Street gehört zu den am längsten bestehenden, unabhängig geführten Sterne-Restaurants der ganzen Stadt, und genau dieses Stück lebendiger Gastronomiegeschichte wollten wir bei unserem letzten London-Trip unbedingt selbst erleben.
I — Einleitung & Atmosphäre
Diskret,
smart, gewachsen.
Schon von außen wirkt Pied à Terre eher unscheinbar: ein schmales Townhouse mitten auf der Charlotte Street, ohne große Leuchtreklame oder auffällige Fassade. Genau das gehört zum Charme des Hauses, denn wer eintritt, betritt eine Welt, die ganz bewusst auf Diskretion statt auf lautes Understatement setzt. Über mehrere Etagen verteilen sich das eigentliche Restaurant im Erdgeschoss, die kleine Petit Chambre Bar im ersten Stock sowie ein privater Speiseraum im zweiten Stock, in dem sich Gesellschaften für besondere Anlässe zurückziehen können.
Der Gastraum selbst ist bewusst klein gehalten, mit gerade einmal rund 40 Sitzplätzen, was der gesamten Atmosphäre eine fast schon private, persönliche Note verleiht. Die Einrichtung ist elegant und erwachsen, mit einem Hauch Kreativität, wie man ihn von einem Haus erwartet, das seit über drei Jahrzehnten immer wieder neu gedacht wird, ohne dabei seine Identität zu verlieren. Zeitgenössische Kunst an den Wänden sorgt für einen unaufdringlichen, aber spürbaren modernen Kontrapunkt zur klassischen Grundhaltung des Hauses.
Der Service ist zuvorkommend, aufmerksam und dabei angenehm unaufgeregt, genau die Art von Gastfreundschaft, die man an einem Ort erwartet, der schon Generationen von Gästen begleitet hat. Man merkt sofort, dass hier niemand etwas beweisen muss. Stattdessen wird man mit der Selbstverständlichkeit eines Hauses empfangen, das genau weiß, wofür es steht.
II — Das Menü & Die Geschichte
Seit 1991
ununterbrochen Stern.
Pied à Terre wurde im Dezember 1991 vom irischen Gastronomen David Moore eröffnet, der zuvor bei Raymond Blanc im legendären Le Manoir aux Quat'Saisons gelernt hatte. Gemeinsam mit seinem ersten Küchenchef Richard Neat erhielt das Restaurant bereits dreizehn Monate nach der Eröffnung seinen ersten MICHELIN Stern, ein zweiter folgte 1996. Seither hält Pied à Terre seinen Stern ohne Unterbrechung und ist damit das am längsten bestehende, unabhängig geführte Sterne-Restaurant der ganzen Stadt.
Die Geschichte des Hauses liest sich dabei fast wie ein Who-is-Who der britischen Gourmetszene: Nach Richard Neat übernahm der junge Tom Aikens die Küche, der als bis dahin jüngster Koch Großbritanniens zwei MICHELIN Sterne erhielt, bevor unter anderem Shane Osborn, Marcus Eaves und Andy McFadden das Zepter weiterreichten. Diese besondere Tradition setzt sich bis heute fort, denn Küchenchef Asimakis Chaniotis hat mit Aggelos Kassais einen ehemaligen Sous-Chef von sich selbst zurück ins Haus geholt, der zwischenzeitlich unter anderem beim zwei-Sterne-Restaurant Bibendum gearbeitet hat.
Kulinarisch steht Pied à Terre für klassische französische Techniken, die mit einer feinen, frischen und zugleich mediterranen Note versehen werden. Die Menüs sind sowohl als Fleisch- und Fischvariante als auch als vollwertige vegane Degustationsmenüs erhältlich, ein Angebot, das nicht viele Sterne-Restaurants in dieser Konsequenz bieten. Ergänzt wird die Küche durch eine der besten Weinkarten Londons, die bereits mehrfach international ausgezeichnet wurde. Wir waren mehr als beeindruckt davon, wie stimmig sich Tradition und Innovation in diesem Haus vereinen, und können einen Besuch bei einer nächsten Reise nach London nur wärmstens empfehlen.
Pied à Terre · Fitzrovia, London, England · pied-a-terre.co.uk
Pied à Terre — Details
Redaktioneller Hinweis
Dieser Text wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion angepasst und geprüft.
















